Tag Archive for 'Rechenzentrum'

Peering

Was ist Peering, BGP4, und was genau macht ein Internet Exchange? Das und ähnliches werde ich des öfteren gefragt, vor allem, seit dem ich technischer Vorstand des Berliner Internet Exchange (BCIX) bin. Auf der deutschen Wikipedia  Seite findet man nur eine sehr kurze Erklärung, die englische Seite ist da schon genauer.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Es gibt weltweit viele verschiedene Internetprovider (ISP), jeder relevante ISP verfügt über einen eigenen IP-Backbone und über ein Autonomes System, welches durch eine AS-Nummer und eine Anzahl von IPv4 und IPv6-Adressen repräsentiert wird.

Die AS-Nummer und die IP-Adressen  erhält man als ISP in Europa vom RIPE.

Damit ein Nutzer von einem DSL Provider (z.B. Versatel)  mit seinem Webbrowser die Website, die bei einem Hostinganbieter (z.B. Strato) gehostet ist, aufrufen kann, müssen diese beiden ISPs ihre Datennetze über das IPv4 / IPv6 Routing Protokoll BGP4 verbinden.  Das nennt man “Peering”. Typischerweise verbinden deutsche ISPs ihre Datennetze an Internet Exchanges (auch Peering-Points genannt), wie dem BCIX oder dem DE-CIX in Deutschland. Zwischen gleich “großen” ISPs findet das Peering typischerweise ohne einen finanziellen Kostenausgleich statt.  Da große ISP oder auch interntionale Tier-1 Carrier (z.B. Level(3) ) aufgrund ihres weltweit umspannenden Backbones (=teuer) lieber Internet Traffic verkaufen als kostenlos zu peeren,  verwendet man hier den Begriff Transit statt Peering.

Da nicht alle ISPs weltweit an einem einzigen Internet Exchange angeschlossen sind,  sind die Verbindungen zwischen zwei ISPs oft nicht direkt, sondern gehen über ein oder mehrere Transit ISPs.

Wie funktioniert das praktisch?

Ein ISP (z.B. The unbelievable Machine Company) hat eine Leitung mit einer Bandbreite von 1 Gbit/s zu einem BCIX Switch in einem Telehouse (in diesem Fall e-shelter) in Berlin. Der BCIX vergibt an den ISP einen konfigurierten {Fast|Gigabit|10Gigabit}Ethernet Port, eine IPv4 und eine IPv6 Ip-Adresse, auf welche der ISP seinen Router konfiguriert. Da andere ISPs am BCIX auch IP-Adressen vom BCIX haben, können nun BGP4 Routing-Sessions zwischen den peerenden ISPs eingerichtet und IP-Internettraffic kostenneutral ausgetauscht werden.

Web 2.0 Hosting on Sun Blade 6000

I don’t pimp Pixelpark products much in this blog, but today I’ll do. Over the last years, we used to host Web portals in our datacenter for customer on a Solaris based serverfarm called gridpark. Since 2005 we run Solaris 10 with Solaris zones on Sun Sparc, Sun Coolthreads and AMD Opteron processors, dependent on the solution for the customer. Besides of the main gridpark platform, there are also customers on Linux, Windows 2003 and VMWARE on Dell and IBM Server Hardware. Most of these dedicated solutions are based on standard rackmount servers like Dell 2850, Sun X4100, X4200, X4600, T2000, V240 and so on. We looked at a couple of Blade platforms in the past, but almost all of them had a couple of disadvantages for us. But there’s a new Blade platform now, the Sun Blade 6000 familiy.

Sun Blade 6000

Besides the 10 slot chassis, there are are a couple of different server modules available for the Sun Blade 6000 modular system today:

  • T6300: 1 socket Sun UltraSparc T1, almost the same as the Sun T2000
  • X6220: 2 socket AMD Opteron 2000 Series, dual core, looks like the X4100 with more memory slots
  • X6250: 2 socket Intel Clovertown Series, dual and quad core

That means, we have the choice today to decide on which CPU platform to run web portals best. Looking at SPECweb2006 and SPECjAPPServer2004 results to compare this three CPU platforms, you will soon see the winner: The Intel Clovertown series seems to outperform the AMD Opteron 2000 Series and the Sun UltraSparc T1 CPU in these benchmarks. If you look at database performance (mysql and postgresql), tweakers.net published their experience comparing a Sun X4600 8 socket dual core Opteron Server with a Intel Cloverton X5355 2 socket quad core server.

The conclusion of tweakers.net is, that for typical web (2.0) workloads (SPECweb, SPECjbb, small databases) the Intel Clovertown CPUs has a very interesting price/performance ratio.

And what does this mean for project gridpark: It’s a big advantage for us, to have a the possibility to buy the Intel Clovertown based servers from Sun for the Sun Blade 6000 plattform and to have Sun Solaris 10 support as well as already optimized Sun Studio 12 compilers.

Monster Galaxy

Sun x4600 M2not too small, these Sun Fire X4600 M2 Servers with up to eight Quad Core AMD Barcelona Opterons.

BCIX Traffic on Pixelpark Gigabit Port

pixelpark bcix traffic

Coming soon: Our first 10Gbit/s Port at BCIX .

BCIX Traffic on Pixelpark AS33811 Gigabit Port

While BCIX is migrating all peering members on the new Foundry Networks BigIron Plattfom, traffic is growing on our Gigabit Ethernet Port. Peak Peering Traffic (no Upstream traffic included) is now about 400Mbit/s…

BCIX AS33811 Pixelpark Traffic

Business Hosting in Berlin (I)

Der Markt der Hosting-, Rechenzentrums- und Colocationsanbieter ist unüberschaubar. Eine Unzahl von Anbietern, größtenteils spezialisiert auf Privatkunden tummeln sich am Markt. Neben den großen wie 1&1 oder Strato tummeln sich hunderte von Firmen am Markt. Viele davon sind so genannte Reseller, die keine eignen Produktion haben, sondern nur Leistungen anderer Anbieter weiterverkaufen.

Was für das private Segment ausreichend scheint, lockt aufgrund günstiger Preise auch viele Firmen. Doch sind für viele Hostinganbieter gesetzliche Vorschriften und Themen wie Risikomanagement, Backup und Business Continuity scheinbar Fremdworte.

Aber wer ist ein zuverlässiger Business Hosting und Rechenzentrumsanbieter?

Wenn man die Auswahl, wie in diesem Blogeintrag, auch geographisch einschränken möchte,
wird die Auswahl an Anbietern für das Hosting von größeren Plattformen doch schon wesentlich kleiner. Ich möchte hier den Standort Berlin betrachten und beschreibe in diesem ersten Blogeintrag erstmal die Rechenzentrumslandschaft in Berlin.

Ein Blick in den von der Europäischen Union kofinanzierten Telekommunikationsatlas Berlin zeigt eine nur sehr unvollständige Liste von Anbietern mit Rechenzentrum.

Die Liste zeigt 20 Anbieter mit dem Tag “Datacenter”, wobei an dieser Stelle darauf hingewiesen werden muß, daß deswegen keine 20 unterschiedliche Datacenter in Berlin verfügbar sind. Eine Vielzahl von Anbietern tummeln sich im Level(3) Datacenter, Gradestr. 60 in Berlin, z.B. DNS:NET, internet4YOU, MPeX.net, ]init[ usw.. Andere sitzen im STEAG Rechenzentrum in der Paulsternstr. 32. Auch Versatel hat in der Colocation mit dem BCIX Standort Berlin einige Hosting Provider um sich geschart z.B. Pixelpark. RZ-Anbieter wie Speedbone, und auch die Berliner Rechenzentren der Hochschulen (ZEDAT usw.) tauchen in der Liste nicht auf.

Bei der Frage nach Sicherheit und Zertifizeriungen stellt man fest, das die Zertifizierungen der Rechenzentrumsanbieter in Berlin dünn gesät sind, so gibt es offenbar derzeit nur zwei vom TÜV nach „British Standard 7799“ kurz BS7799, heute abgelöst durch ISO 27001, zertifizierte Rechenzentrumsbetreiber in Berlin: Strato und die Pixelpark AG.

In den nächsten Blogeinträgen werde ich mich der Themen Internetanbindung der Rechenzentren, Peerings und Business Hostingangebote der Anbieter widmen.