Nachdem die Application Icons korrekt entdeckt wurden, war es möglich, Information Views zu implementieren und zu testen. Der Test zielt hierbei auf Funktionalität und Korrektheit. Da bei der Entwicklung neuer Views mittels des GIB Editors gleich nach dem Einfügen eines neuen Elements der Inhalt des Attributs - welches bei externen Attributen auch eine MIB-Variable sein kann - dargestellt wird, ist im Gegensatz zu herkömmlichen Entwicklungsumgebungen kein separater Test auf Funktionalität nötig. Um die dargestellten Variablen auf Korrektheit zu überprüfen, ist es jedoch möglich, einen Vergleich mit den von den MIB-Tools gelieferten durchzuführen.
So zeigte es sich während des Entwicklungszyklus, daß eine Vielzahl der in den Ascend-MIBs vorhandenen Variablen nicht vom Gerät geliefert werden. Dies hat zur Folge, daß die Felder in den GIB-Views rot markiert werden. Als Ursache für dieses Problem stellte sich die Firmware des MAX4000 heraus. Die installierte Firmware der Version 5.0Ap38 unterstützt aufgrund unvollständiger SNMP-Implementierung eine große Anzahl der MIB-Variablen nicht. Eine Firmwareversion mit korrekter SNMP-Implementierung konnte aufgrund mangelnder K56Flex-Modem-Unterstützung nicht installiert werden. Die Versuche, die Beta-Versionen des Releases 6.0 zu etablieren, führten ebenfalls zu Problemen mit der Modem-Nutzung. Da leider kein Ascend-Router als Testgerät zur Verfügung stand, war ein Test der von der Firmware Version 5.0Ap38 nicht unterstützten Variablen nicht möglich, aber im Hinblick auf ein baldiges Erscheinen einer funktionsfähigen Version 6.0 wurden auch diese in Spectrum modelliert, um ein möglichst weites Feld von Daten repräsentieren zu können.